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Jeff Wall: “Dead Troops Talk”, 1992 (A Vision after an Ambush of a Red Army Patrol, near Moqor, Afghanistan, Winter 1986). Copyright © 1994 Jeff Wall

„Inszenierung, Montage und Dokumentation bestimmen die fotografische Praxis von Jeff Wall, wobei nachgestellte Wirklichkeit und wiedergegebene Realität, Theater und Reportage, fließend ineinander übergehen. Seine Bilder sind wie Theaterstücke inszeniert. Er wählt Schauspieler durch Castings. Die Bühne wird dann geschmückt. Für das Bild “A Sudden Gust of Wind” nach Hokusai soll Wall monatelang nach geeigneten Material für die Kulisse gesucht und an ihr gearbeitet haben. Einige Bilder werden nachträglich mit dem Computer bearbeitet, manipuliert. Jeff Wall wird zum Medienkünstler. Die Kontrollierbarkeit des Bildaufbaus entspricht dem Eindruck der Beklemmung, die Walls Darstellung sozialer Beziehungen häufig eigen ist.“

Jeff Wall – inszenierte Wirklichkeit | Nolden/H Fine Art, Paris

Jeff Wall (*1946) ist ein Bildererzähler und ein Photograph des modernen Lebens. Die intensive Beschäftigung mit den Werken bedeutender Maler wie Velázquez, Brueghel, Delacroix oder Manet sowie die Reflexion über fotografische und filmische Strategien haben Jeff Walls Auffassung vom Bild nachhaltig beeinflusst.

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